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Der Evangelische Kirchenbezirk Hochrhein bietet im Rahmen des von der Landeskirche geförderten Projektes "Diakonische Gemeinde" in
Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Hochrhein-Lörrach-Schopfheim und dem Zentrum für Seelsorge in Heidelberg zwei Fortbildungsveranstaltungen für Ehrenamtliche an:
- "Seelsorge als Begleitung: Menschen begleiten – Lebensthemen bearbeiten", Grundlagenkurs für Ehrenamtliche, an 18 Kursabenden (donnerstags) und
6 Studientagen (samstags) über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren.
- "besuchen-begegnen-miteinander sprechen", Fortbildungstage für Ehrenamtliche im Besuchsdienst an drei Samstagen.
„Menschen begleiten - Lebensthemen bearbeiten“ Seelsorgekurs für Ehrenamtliche
Ab Februar beginnt in Bad Säckingen ein Qualifizierungskurs in Seelsorge, der ein breites Spektrum an Menschen ansprechen möchte: Solche, die sich
bereits in irgendeiner Weise ehrenamtlich betätigen ebenso wie solche, die das für sich überlegen.
Darüber hinaus sind aber auch Menschen angesprochen, die einfach etwas für sich selbst tun möchten und mehr lernen möchten über den Umgang mit
anderen Menschen, mit schwierigen Situationen und mit sich selbst.
Seelsorge ist ein Grundthema und ein Grundauftrag der Kirche. Und Seelsorge ist ein Grundthema unseres Lebens. Menschen
kommen immer wieder in Berührung mit seelsorglichen Themen wie Krankheit und Gesundheit, Abschied und Neubeginn, Konflikt und Trennung, Schuld und Vergebung, Glaube und die Frage nach dem was trägt…
Immer weniger Menschen in unserer Gesellschaft aber können bei der Bewältigung dieser Fragen auf selbstverständlich
funktionierende soziale Netze zurückgreifen.
Unser Kurs möchte dazu Mut machen und Grundkenntnisse und –fertigkeiten vermitteln und erarbeiten.
Die Erfahrung mit diesen Kursen zeigt, dass darin große Chancen liegen, nicht nur für die
Teilnehmenden selbst, sondern auch für die kirchliche Arbeit vor Ort. Absolventen und Absolventinnen bleiben oft für lange Zeit hoch motivierte Mitarbeitende in der Gemeinde oder
einer Einrichtung und gewinnen nicht selten einen neuen Zugang zu Glauben und Kirche.
Wir möchten Sie darum sehr herzlich bitten: Überlegen Sie doch für sich selbst, ob eine
Kursteilnahme für Sie in Frage kommt. Sprechen Sie andere persönlich an, die Interesse haben könnten und die Sie für geeignet halten – es lohnt sich ganz sicher!
Der Kurs wird veranstaltet als Kooperation zwischen dem kirchenbezirklichen Projekt
„Diakonische Gemeinde“ und dem neuen landeskirchlichen Zentrum für Seelsorge in Heidelberg. Auch daran wird deutlich, dass es nicht um noch irgendein zusätzliches Angebot geht, sondern
um ein Projekt, das aktuell und auch auf längere Sicht der konkreten kirchlichen Arbeit vor Ort zugute kommt.
Gerne erteilen wir jederzeit weitere Auskünfte und freuen uns auf Sie!
Jürgen Fobel, Pfarrer und Studienleiter im Zentrum für Seelsorge (Tel. 07551/ 9498767; Email Juergen.Fobel@ekiba.de)
Margrit Hoffmann, Koordinatorin Projekt Diakonische Gemeinde (Tel. 07751/ 83 04-28; Email m.hoffmann@dw-hochrhein.de)
- Flyer “Fortbildungstage für Ehrenamtliche” - Flyer “Seelsorge als Begleitung”
Projekt “Diakonische Gemeinde” - Was ist das?
Menschen in materiellen und seelischen Notlagen beizustehen, ist das Ziel des Projektes
„Diakonische Gemeinde“ des evangelischen Kirchenbezirks Hochrhein. Es geht dabei um die Anteilnahme an der Not betroffener Menschen und ihre Würdigung in ihrem persönlichen Umfeld.
Um wirksam Hilfe leisten zu können, sollen in den Gemeinden mit professioneller Unterstützung Netzwerke und Strukturen geschaffen werden, damit Menschen in Not Ansprechpartner vor Ort
finden. Sowohl in den Gemeinden als auch übergemeindlich wird zur Mitarbeit eingeladen. Gesellschaftliche Verantwortung soll dadurch wahrgenommen und das Ehrenamt gestärkt werden.
Spezielle Fortbildungsangebote für Ehrenamtliche wurden dazu entwickelt.
Das Projekt ist darauf angelegt, verschiedenste Menschen im Kirchenbezirk persönlich anzusprechen, zur Mitarbeit zu motivieren und zu begleiten.
Das Projekt „Diakonische Gemeinde“ zeigt viele Facetten: Kirchengemeinden können Informationen zu
diakonischen Themen erhalten, entsprechende Vorträge und Veranstaltungen anregen und die Verbindung zu Menschen in materiellen und seelischen Notlagen in den Blick nehmen. Was daraus entsteht, ist offen.
Notlagen und Brennpunkte können benannt und erste Schritte darauf zu gemacht werden. Dies muss nicht spektakulär sein: Einsame und benachteiligte Menschen gibt es überall, kranke und alte Menschen ebenso,
jede, jeden kann es treffen. Kinder können es sein, Familien, normale und besonders belastete, sie alle sind angewiesen auf Mitmenschlichkeit, Anteilnahme und Unterstützung. Ganz konkret kann das heißen, dass
jemand aus der Kirchengemeinde mit einem arbeitslos gewordenen Behördengänge erledigt oder eine allein erziehende Mutter bei der Kinderbetreuung unterstützt.
Mit dem Projekt soll praktische Nächstenliebe Gestalt gewinnen, der diakonische Gedanke, das heißt der
Dienst am Nächsten, in den Gemeinden konkretisiert werden und der gemeinsame diakonische Auftrag von Kirchenbezirk, Gemeinden und diakonischen Einrichtungen verwirklicht werden. Finanziert wird das auf vier
Jahre angelegte Projekt über einen entsprechenden Fond der Evangelischen Landeskirche in Baden und über den Kirchenbezirk Hochrhein.
Als Projektkoordinatorin ist seit April 2009 Sozialpädagogin Margrit Hoffmann vom Diakonischen Werk in
Waldshut eingesetzt. Sie informiert über bestehende Angebote in den Gemeinden und diakonischen Einrichtungen, entwickelt Kooperationsbeziehungen und die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit und berät
Haupt- und Ehrenamtliche aus verschiedenen Gemeinden bei der Planung und Entwicklung konkreter Schritte im Sinne diakonischer Gemeinde. Innerhalb des Kirchenbezirks unterstützt sie die interne
Kommunikation zu diakonischen Themen und regt Vernetzungsleistungen an.
Sechs der 19 Kirchengemeinden des evangelischen Kirchenbezirks Hochrhein beteiligen sich bereits an dem
Projekt: Tiengen, St. Blasien, Murg, Laufenburg, Kadelburg/Klettgau und Bad Säckingen.
Hier zeigte sich vor allem ein Bedarf im Bereich der Errichtung oder Erneuerung von Besuchsdiensten, sei es
in Alten- und Pflegeheimen oder Zuhause, in der Integration speziell von Deutschen mit Wurzeln in Russland, Verbesserung der Informationen über die Hilfs-, Beratungs- und Informationsangebote des Diakonischen
Werkes, bei der Einrichtung von Hilfen für Familien und Alleinerziehende.
In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Seelsorge Heidelberg und der Evangelischen Erwachsenenbildung
Hochrhein- Lörrach- Schopfheim werden ab Februar beziehungsweise März zwei verschiedene Fortbildungsangebote für interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in den Gemeinden angeboten:
Dabei geht es darum, vertrauter zu werden mit den eigenen Möglichkeiten und Grenzen, mit Themen rund
um Kommunikation, Gesprächsführung und Seelsorge. Und es geht um den Mut, auf Menschen in den Gemeinden zuzugehen, die einem noch nicht bekannt sind.
Im Februar 2010 beginnt ein längerfristiger Grundlagenkurs für Ehrenamtliche zur Qualifizierung in Seelsorge
und Begleitung. Er wird im Gemeindehaus in Bad Säckingen durchgeführt.
„Besuchen – begegnen – miteinander sprechen“ heißt das zweite Fortbildungsangebot, das an drei
Samstagen einführt in Aufgaben im Besuchsdienst, in Gesprächsführung und in den Umgang mit Konflikten. Die Fortbildungen finden samstags in den Gemeinden Tiengen, St. Blasien und Murg statt.
Wer Fragen hat oder Interesse hat mitzuarbeiten, kann sich an die Kirchengemeinde vor Ort oder an
Margrit Hoffmann, Diakonisches Werk Hochrhein, Telefon 07751/ 83 04 -28, Email m.hoffmann@dw-hochrhein.de wenden.
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